Kennst du schon unseren Lesekreis?
Alle paar Wochen treffen wir uns abends in der Bücherei um uns bei einem Glas Wein über ein Buch auszutauschen. Es geht dabei um den lockeren Austausch, anregende Gespräche und ein gemütliches Beisammensein. Wir besprechen dabei nicht nur das aktuelle Buch, sondern geben uns gegenseitig Buchtipps und holen uns frische Lese-Inspirationen.
Jede*r ist willkommen!
Ob du das Buch komplett gelesen hast oder nur einen Teil – ganz egal! Deine Meinung zählt und wir freuen uns über den Austausch! Du hast Lust dabei zu sein? Komm bei unserem nächsten Lesekreis einfach vorbei!
Welches Buch würdest du weiterempfehlen?
Jeder kennt dieses eine Buch, das man am liebsten sofort an Freunde weitergeben möchte.
Genau darum geht es bei unserem nächsten Lesekreis: Bring ein oder zwei Bücher mit, die dich in letzter Zeit begeistert haben, und erzähl uns, warum sie lesenswert sind.
Ob spannender Thriller, berührender Roman, inspirierende Biografie oder überraschende Neuentdeckung – wir möchten unsere schönsten Leseerlebnisse miteinander teilen, neue Autorinnen und Autoren kennenlernen und jede Menge Leseinspiration sammeln.
Das Beste daran: Diesmal gibt es keine gemeinsame Pflichtlektüre. Damit ist dieser Abend auch der perfekte Einstieg für alle, die unseren Lesekreis einmal unverbindlich kennenlernen möchten.
📅 Donnerstag, 22. Oktober
🕖 Beginn: 19:00 Uhr
📍 Bücherei Neustift
Wir freuen uns auf einen gemütlichen Abend mit spannenden Gesprächen, persönlichen Buchempfehlungen und vielen neuen Lesetipps! 🥰
Hier ein Überblick aller bisherigen Bücher, die wir bei "Neustift liest" besprochen haben.
Alle Bücher sind natürlich in der Bücherei Neustift erhältlich. Über den Online-Katalog kannst du direkt prüfen, ob dein Wunschbuch derzeit verfügbar ist.
Am Donnerstag, 21. Mai haben wir uns wieder in gemütlicher Runde getroffen, um über „Mein Name ist Emilia del Valle“ von Isabel Allende zu sprechen.
Und dieses Mal waren wir uns überraschend einig: Das Buch konnte uns leider nicht überzeugen.
Unser Fazit zum Buch:
Wir sind mit großen Erwartungen in den Roman gestartet. Isabel Allende zählt schließlich zu den bekanntesten Autorinnen unserer Zeit, und auch die Inhaltsbeschreibung hat uns neugierig gemacht. Der Einstieg war vielversprechend, doch mit der Zeit wurde die Geschichte für viele von uns immer langatmiger. Manche haben das Buch sogar vorzeitig weggelegt, andere bis zum Schluss durchgehalten – in der Hoffnung, dass die Handlung noch einmal Fahrt aufnimmt.
Ein wenig Spannung kam für einige von uns erst wieder in den Szenen auf dem Schlachtfeld auf. Insgesamt waren wir uns aber einig, dass uns der Roman emotional nicht wirklich erreicht hat. Auch das Ende hat viele von uns eher enttäuscht zurückgelassen.
Aber genau das macht unseren Lesekreis aus: Nicht jedes Buch wird zum Lieblingsbuch – und manchmal entstehen gerade dann die spannendsten Gespräche.
Natürlich sind Leseeindrücke immer ganz unterschiedlich. Vielleicht hat euch „Mein Name ist Emilia del Valle“ begeistert oder ihr habt die Geschichte ganz anders erlebt als wir. Wenn ihr das Buch gelesen habt, erzählt uns gerne davon – wir freuen uns immer über neue Blickwinkel und andere Meinungen. 🫶🏻
Zum Inhalt des Buches
1866 erblickt Emilia del Valle in San Francisco das Licht der Welt – sie ist die Tochter einer irischen Nonne und eines chilenischen Aristokraten, großgezogen wird sie von ihrem liebevollen Stiefvater, in einem ärmlichen Viertel in San Francisco. Von klein auf eigensinnig, beeindruckt sie wenig, was andere für richtig halten, ihre große Leidenschaft ist das Schreiben. Siebzehnjährig veröffentlicht sie, unter männlichem Pseudonym, erfolgreich Groschenromane, doch das echte Leben findet sie abenteuerlicher und wird Reporterin bei einer Zeitung. Ihr Kollege ist Eric, ein junger Mann mit großer Strahlkraft, und gemeinsam gehen sie nach Chile, in das Land ihrer Vorfahren, um über den sich anbahnenden Bürgerkrieg zu berichten. Emilia und Eric kommen sich näher – ist das Liebe? –, und während Emilia immer tiefer in die Geschichte ihres Vaters eintaucht, gerät sie selbst zwischen die Fronten: Sie muss sich nicht nur der Gefahr, sondern auch den drängenden Fragen nach ihrer eigenen Herkunft stellen.
Dieser Lesekreis am 11. März 2026 war für uns sehr besonders, da wir die Autorin des Buches live bei uns in der Bücherei Neustift begrüßen durften.
Unser Fazit zum Buch:
Der Roman „Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich es genauso gemacht“ erzählt ein Frauenleben zwischen Freundschaften, Sehnsucht und vielen Erinnerungen. Die Geschichte nimmt uns mit nach Wien und vermittelt dabei viel Wiener Charme, führt aber auch ins Murtal – zurück in die jungen Jahre von Melanie. Immer wieder spürbar ist ihre große Sehnsucht nach ihrer Tochter Adele, die in Neuseeland lebt.
Viele von uns im Lesekreis fanden das Buch ganz angenehm zu lesen, auch weil es mit viel Humor und Wortspielen geschrieben ist. Gleichzeitig waren sich einige einig, dass die Geschichte stellenweise etwas ruhig dahinläuft und nicht unbedingt von großer Spannung lebt. Die wiederkehrende Sehnsucht nach der Tochter wurde von manchen auch als etwas langatmig empfunden.
Was uns tatsächlich überrascht hat: Die kleine Schrift im Hardcover – und bei knapp 400 Seiten braucht man schon etwas Ausdauer, bis man am Ende angekommen ist. Umso schöner war es, die Autorin selbst bei uns zu erleben. Die Lesung von Mieze Medusa hat dem Buch noch einmal eine ganz neue Lebendigkeit gegeben. Mit viel Charme, Humor und großer Bühnenpräsenz hat sie Passagen aus der Geschichte gelesen und erzählt – und damit viele Szenen noch einmal ganz anders wirken lassen.
Ein Buch mit Wiener Flair, viel Gefühl und humorvollen Sprachspielereien – vielleicht kein rasanter Pageturner, aber eine Geschichte, die man gut in Ruhe lesen kann.
Wer sich selbst ein Bild machen möchte: Ein signiertes Exemplar des Buches wartet jetzt bei uns in der Bücherei Neustift.
Zum Inhalt:
Bei diesem Lesekreis haben wir ein Buch ausgewählt, dass auch im Bookclub von Reese Witherspoon gelesen wurde - und es war eine richtig tolle Geschichte.
Unser Fazit zum Buch:
Manche Bücher legt man nach ein paar Seiten wieder weg. Und manche ziehen einen so leise hinein, dass man plötzlich 50 Seiten weiter ist und sich denkt: Ups … schon so spät? Genau so ging es uns diesmal.
Unser 9. Lesekreis drehte sich um eine bewegende Geschichte über Liebe, Vergangenheit, Schuld – und einen Todesfall, der wie ein Schatten über allem liegt. Im Mittelpunkt steht Beth, deren Leben durch die Rückkehr einer alten Jugendliebe völlig ins Wanken gerät. Alte Gefühle, alte Wunden und eine Entscheidung mit fatalen Folgen … und bis zum Schluss bleibt die große Frage: Wer trägt wirklich die Schuld?
Was uns besonders gefallen hat:
Das Buch liest sich unglaublich leicht und flüssig. Man ist sofort mitten in der Geschichte und will einfach wissen, wie es weitergeht. Trotz der über 400 Seiten fliegt man nur so durch die
Kapitel – vor allem in unserer Hardcover-Ausgabe mit der angenehmen Schriftgröße.
Gleichzeitig ist es kein „leichter“ Stoff. Der Verlust eines Kindes und die emotionalen Verstrickungen gehen nah und haben bei uns für einige nachdenkliche Momente und spannende Gespräche gesorgt.
Ein richtig gutes, kurzweiliges Buch, das packt, berührt und bis zum Ende spannend bleibt. Perfekt, wenn du schnell in eine Geschichte abtauchen und dich einfach mal weglesen möchtest.
Zum Inhalt:
Mittelpunkt dieses umwerfenden Romans steht eine leidenschaftliche Dreiecksbeziehung, die mit einem spannenden Todesfall verknüpft ist.
Als Siebzehnjährige verliebt sich Beth in den schönen und klugen Gabriel. Am Ende eines leidenschaftlichen, flirrenden Sommers jedoch zerbricht ihr Glück. 13 Jahre später lebt Beth glücklich mit ihrem Mann auf einer Farm. Sie kümmern sich aufopferungsvoll um Land und Tiere und genießen ihre noch immer große Liebe. Doch dann kehrt Gabriel mit seinem Sohn Leo in das Dorf zurück und reißt alte Wunden auf. Beth hat einen Sohn verloren – damals war er so alt, wie Leo jetzt. Ihre Gefühle brechen mit Wucht über sie herein, und sie trifft eine Entscheidung, die verheerende Folgen hat. Ein Mensch wird sterben, und ein anderer wird dafür büßen. Doch wer wirklich die Schuld trägt, bleibt bis zum Schluss das große Geheimnis dieses herausragenden Romans.
Unser letzter Lesekreis hatte es in sich – genau wie angekündigt war „Trophäe“ ein echter ethischer Mindfuck. Gaea Schoeters führt ihre Leser*innen tief hinein in moralische Grauzonen, in denen man plötzlich Dinge denkt und fühlt, die man sich selbst kaum erklären kann.
Unser Fazit zum Buch:
Wir waren überrascht, wie sehr uns das Ende emotional erwischt hat – und wie schnell man selbst an jenen Punkt kommt, an dem man einer Figur den Tod wünscht. Das Buch macht etwas mit einem: Es ist aufwühlend, unbequem, nahbar geschrieben und vermittelt das beklemmende Gefühl, mitten in Afrika zu sitzen und alles hautnah mitzuerleben.
Besonders intensiv war für uns der Bezug zur Realität: Während wir lasen, tauchten Berichte über ähnliche Jagd- und Gewaltgeschichten aus dem Jugoslawienkrieg der 90er-Jahre auf – ein schockierender Hinweis darauf, dass „Trophäe“ längst nicht so fiktiv ist, wie man hoffen würde.
Ein Highlight dieses Lesekreises war außerdem unser gemeinsamer Besuch der Lesung in Innsbruck, bei der Autorin, Übersetzerin und Lektorin über „Trophäe“ und auch über Schoeters’ weiteres Werk „Das Geschenk“ sprachen. Auch darin geht es um Kolonialismus – dieses Mal jedoch in satirischer, humorvoller Form.
Ein starkes, beeindruckendes Buch, das uns noch lange begleitet hat. Und eine klare Empfehlung für alle, die einmal etwas lesen wollen, das mutig, unbequem und nicht im klassischen „Frauenfigur-im-Mittelpunkt“-Schema geschrieben ist.
Zum Inhalt:
Gaea Schoeters’ Roman ist ein „ethischer Mindfuck“ (Dimitri Verhulst) – provokant, radikal und eine erzählerische Ausnahmeerscheinung. Am Ende bleibt die Frage: Was ist ein Menschenleben wert?
Unser 7. Lesekreis am 2. Oktober 2025 stand ganz im Zeichen von Robert Seethalers Das Feld. Das Buch bietet reichlich Gesprächsstoff – schließlich erzählen hier 29 verstorbene Bewohnerinnen und Bewohner einer kleinen Stadt ihre ganz persönlichen Geschichten vom Friedhof aus. Manche blicken auf ein ganzes Leben zurück, andere nur auf einen Moment.
Unser Fazit zum Buch:
Die Meinungen im Lesekreis waren überwiegend positiv: Viele schätzten die feinen Beobachtungen, die Seethaler meisterhaft einfängt. Gleichzeitig ist Das Feld kein typisches „Buch-zum-Einschlafen“ – durch die vielen Kurzgeschichten liest man oft nur ein oder zwei pro Abend und verliert dabei leicht den Faden. Im Lesefluss funktioniert das Buch deutlich besser, wenn man mehrere Episoden hintereinander liest – dann erkennt man auch, wie geschickt Seethaler die Geschichten miteinander verwebt. Immer wieder tauchen vertraute Ereignisse oder Namen auf, die das Dorfleben zu einem großen Ganzen verbinden.
Besonders spannend war die Diskussion darüber, welche Figuren oder Episoden im Gedächtnis geblieben sind – denn was die eine Leserin tief berührte, hatte ein anderer völlig vergessen. Das Feld hat uns wieder gezeigt, wie unterschiedlich Leseerfahrungen sein können – und wie viele Facetten ein Buch entfalten kann, wenn man gemeinsam darüber spricht.
Zum Inhalt:
Was bleibt von einem Leben? Eine Geschichte oder die Erinnerung an einen Moment, an ein bestimmtes Gefühl?
Wenn die Toten auf ihr Leben zurückblicken könnten, wovon würden sie erzählen? Einer wurde geboren, verfiel dem Glücksspiel und starb. Ein anderer hat nun endlich verstanden, in welchem Moment sich sein Leben entschied. Eine erinnert sich daran, dass ihr Mann ein Leben lang ihre Hand in seiner gehalten hat. Eine andere hatte siebenundsechzig Männer, doch nur einen hat sie geliebt. Und einer dachte: Man müsste mal raus hier. Doch dann blieb er. In Robert Seethalers Roman geht es um das, was sich nicht fassen lässt. Es ist ein Buch der Menschenleben, jedes ganz anders, jedes mit anderen verbunden. Sie fügen sich zum Roman einer kleinen Stadt und zu einem Bild menschlicher Koexistenz.
Beim 6. Lesekreis von "Neustift liest" haben wir uns an etwas Ungewöhnliches gewagt: Sebastian Fitzeks Horror Date.
Unser Fazit?
Fast alle waren sich einig: Die Handlung war oft so überdreht, dass man das Buch am liebsten weglegen wollte – aber irgendwie musste man doch weiterlesen.
Ein paar meinten: Als Film würde es perfekt in die Kategorie „Hangover“ passen.
Trotz (oder wegen?) der Übertreibung waren wir uns einig: Fitzek kann einfach erzählen. Leicht lesbar, kurzweilig, mit vielen kleinen Kapitelchen, großen Buchstaben und einem flüssigen Stil – perfekt für den Urlaub oder zwischendurch. Und dann dieser Twist am Ende!
Besonders spannend fanden wir auch die Danksagung, in der Fitzek das ernste Thema hinter dem Buch nochmal darlegt. Und natürlich wurde auch über seine anderen humorvollen Romane diskutiert – klare Empfehlung aus dem Lesekreis: sein zweiter Roman "Elternabend"! Ebenfalls unterhaltsam, aber in sich stimmiger und mit mehr Tiefe.
📚 Du willst auch mal dabei sein? Komm beim nächsten Mal einfach vorbei. Neue Gesichter sind jederzeit willkommen! ☺️
Zum Inhalt:
Ein ebenso humorvoller wie lebenskluger Roman, eine grandiose Mischung aus Humor und existentiellen Fragen.
“The Walking Date” ist keine normale Dating-Plattform: Hier können sich Menschen, die nicht mehr lange zu leben haben, ein letztes Mal verlieben. Deshalb hat sich auch der unheilbar kranke Raphael bei TWD angemeldet, und tatsächlich funkt es zwischen ihm und der ebenfalls erkrankten Nala. Vor allem ihre Liebe zur Literatur verbindet die beiden, die sich bislang nur über Nicknames kennen.
Am Tag ihres ersten Blind Dates hat sich Raphaels Zustand dramatisch verschlechtert. So überredet er seinen besten Freund, für ihn zu dem Treffen zu gehen: Julius, sportbegeistert, kerngesund und auch sonst das komplette Gegenteil von Raphael (er hat bislang nur die Biographie von Arnold Schwarzenegger gelesen, und auch die nur zur Hälfte!). Raphael zuliebe spielt Julius, der in wenigen Tagen heiraten und eigentlich seinen Junggesellenabschied feiern wollte, widerwillig den Schwerkranken – und das schlimmste Horror-Date aller Zeiten nimmt seinen Lauf …
Bei unserem fünften Lesekreis haben wir „Und alle so still“ von Mareike Fallwickl gelesen – oder besser gesagt: teilweise gelesen. Denn nicht alle von uns haben das Buch bis zum Ende durchgehalten. So treffend wir die Zeichnung der drei Hauptfiguren fanden – ehrlich, roh und gesellschaftlich relevant –, so schwer hatten wir es mit dem weiteren Verlauf. Die Handlung wurde uns zunehmend zu überspitzt, die Szenarien zu absurd, und die Männerfiguren kamen (für unseren Geschmack) etwas einseitig davon. Fallwickl trifft wie immer einen Nerv – doch diesmal war uns das literarische Experiment etwas zu radikal.
Wie ging es dir beim Lesen? Wir sind gespannt auf andere Meinungen! 💬📖
Zum Inhalt:
Ein großer feministischer Gesellschaftsroman über Widerspruchsgeist und Solidarität
An einem Sonntag im Juni gerät die Welt aus dem Takt: Frauen liegen auf der Straße. Reglos, in stillem Protest. Hier kreuzen sich die Wege von Elin, Nuri und Ruth. Elin, Anfang zwanzig,
eine erfolgreiche Influencerin, der etwas zugestoßen ist, von dem sie nicht weiß, ob es Gewalt war. Nuri, neunzehn Jahre, der die Schule abgebrochen hat und versucht, sich als Fahrradkurier,
Bettenschubser und Barkeeper über Wasser zu halten. Ruth, Mitte fünfzig, die als Pflegefachkraft im Krankenhaus arbeitet und deren Pflichtgefühl unerschöpflich scheint.
Es ist der Beginn einer Revolte, bei der Frauen nicht mehr das tun, was sie immer getan haben. Plötzlich steht alles infrage, worauf unser System fußt. Ergreifen Elin, Nuri und Ruth die Chance auf Veränderung?
"Die Kernbotschaft dieses Romans ist Zusammenhalt unter Frauen. Denn weibliche Solidarität ist das, was uns retten kann. Wann immer ich das sage, kommt als Antwort: Aber sie existiert nicht, wir haben nicht gelernt, uns zu verschwestern, es wurde uns abtrainiert. Also hab ich mir gedacht: Ich schreibe sie." Mareike Fallwickl
Bei unserem vierten Lesekreis hat Ingrid das Buch ausgewählt, sie hat sich für "In einem Zug" von Daniel Glattauer entschieden - und es war eine sehr gute Wahl!
Mit seinen knapp 200 Seiten bot es eine angenehm überschaubare Länge, die das Lesen leicht machte. Obwohl die Handlung hauptsächlich während einer Zugfahrt spielt, beeindruckte es durch Leichtigkeit und Lesbarkeit. Glattauers Sprachtalent und seine Gabe, kluge Gedanken elegant in die Sätze zu weben, haben uns besonders begeistert. Was für uns alle am Ende als Frage offen bleibt: Wie autobiografisch ist das Buch wohl? Lest es selbst - und sagt uns gern eure Meinung dazu! ☺️
Zum Inhalt: Über die Liebe und das Schreiben
Eduard Brünhofer ist mit seiner Frau Gina seit einer halben Ewigkeit glücklich verheiratet. Als Autor von Liebesromanen hat er sich einen Namen gemacht, aber mittlerweile keine Lust mehr, von
seiner Liebe etwas preiszugeben. Nun fährt er im Zug von Wien nach München, wo ihm diesbezüglich ein unangenehmer Termin bevorsteht.
Schräg gegenüber im Abteil sitzt eine Frau frühen mittleren Alters. Erst fürchtet Eduard Brünhofer, dass er sich mit ihr unterhalten muss. Bald lässt es sich nicht mehr vermeiden. Erst hofft er,
dass sie rasch aussteigt. Dann erfährt er, dass sie auch nach München fährt. Catrin Meyr heißt die Frau. Sie tendiert zum vertraulichen Gespräch, stellt ungeniert die indiskretesten Fragen, lässt
kein gutes Haar an Langzeitbeziehungen, möchte aber alles darüber erfahren. Kurzum: Sie will über die Liebe reden. Und bringt Eduard Brünhofer so in ziemliche Bedrängnis.
Das Buch zu unserem 3. Lesekreis war etwas ganz Besonderes: Wir haben den Wohlfühlroman "Irish Love" ausgewählt. Besonders - neben der Geschichte - ist, dass die Autorin eine Neustifterin ist. Nina Bensch-Wielander schreibt unter dem Pseudonym 'Josie Donovan' einen herrlichen Roman, der uns ins bezaubernde Irland führt. Besonders an dem Buch war zudem, dass wir die Autorin live bei uns in der Bücherei Neustift zu einer stimmungsvollen Lesung begrüßen durften. Hier ein kleiner Bericht dazu.
Zum Inhalt:
Allie Malone ist die einzige Tochter des letzten Matchmakers von Irland. Sie arbeitet in London und steht kurz davor, mit ihrem Freund Giles in die USA auszuwandern. Ihrem idyllischen Heimatdorf im County Clare und dem dort jährlich stattfindenden Matchmaking-Festival hat sie schon seit einiger Zeit den Rücken gekehrt. Als ihr Vater einen Herzinfarkt erleidet, ist Allie jedoch gezwungen, seine Rolle als Matchmaker einzunehmen. Die Rückkehr in den kleinen Ort an der irischen Küste, in dem jeder jeden kennt, zwingt Allie dazu, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Die Begegnung mit dem attraktiven Landarzt Jake wirbelt ihre Gefühle zusätzlich durcheinander, und plötzlich stellt Allie alles infrage: ihre Beziehung zu Giles, ihre Arbeit und ihre Zukunft. Und sie fragt sich, was Liebe eigentlich bedeutet ...
In Martina Parkers Debütroman wird gegartelt, geliebt und gemordet. Dass dabei ein Gartenklub im Mittelpunkt steht, ist kein Zufall. Schließlich geht es in der Natur immer um Sex und Tod.
Zum Inhalt:
Alle suchen am Land ihr Glück, aber jeder findet etwas anderes. Paul findet billiges Bauland, Affären und ein paar seltsame Gewächse. Vera findet ihren Ex, einen Job als schlecht bezahlte
Lokaljournalistin und jede Menge Nacktschnecken. Johanna findet, die Zuagroasten haben mehr Geld als Verstand. Die würden sogar Brennnesseln kaufen, wenn ein Preispickerl dran wäre. Und Harald
findet, dass es ein großer Fehler war, diesen Zuagroasten unter die Arme zu greifen. Denn jeder Gefallen rächt sich.
22 Bahnen ist der monatelange Bestseller der letzten beiden Jahre. Mit mittlerweile über 600.000 verkauften Exemplaren und zuletzt als #BookTok Bestseller des Jahres ausgezeichnet, haben wir „22
Bahnen“ als erstes Buch für unseren Lesekreis ausgewählt.
Zum Inhalt:
Tildas Tage sind strikt durchgetaktet: studieren, an der Supermarktkasse sitzen, sich um ihre kleine Schwester Ida kümmern und an schlechten Tagen auch um die Mutter. Zu dritt wohnen sie im
traurigsten Haus der Fröhlichstraße in einer Kleinstadt, die Tilda hasst. Ihre Freunde sind längst weg, leben in Amsterdam oder Berlin, nur Tilda ist geblieben. Denn irgendjemand muss für Ida da
sein, Geld verdienen, die Verantwortung tragen. Nennenswerte Väter gibt es keine, die Mutter ist alkoholabhängig. Eines Tages aber geraten die Dinge in Bewegung: Tilda bekommt eine Promotion in
Berlin in Aussicht gestellt, und es blitzt eine Zukunft auf, die Freiheit verspricht. Und Viktor taucht auf, der große Bruder von Ivan, mit dem Tilda früher befreundet war. Viktor, der genau wie
sie immer 22 Bahnen schwimmt. Doch als Tilda schon beinahe glaubt, es könnte alles gut werden, gerät die Situation zu Hause vollends außer Kontrolle. 22 Bahnen ist eine raue und gleichzeitig
zärtliche Geschichte über die Verheerungen des Familienlebens und darüber, wie das Glück zu finden ist.